melanie mock krauer
dipl. designerin fh
scenografical design
geb. 1982
2002
vorkurs an der hochschule für gestaltung und kunst zürich (heute zürcher hochschule der künste)
2003
bühnenbild-praktikum am schauspielhaus zürich
«für eine bessere welt»
regie: falk richter
bühne: dirk thiele
2004-2008
studium scenographical
design an der zürcher hochschule der künste
2007
6 monate praktikum bei
petra blaisse / inside outside,
amsterdam
2004-2008
eigene projekte mit der theatergruppe menschenschau sowie in zusammenarbeit mit einzelnen gestaltern

in verlassenen häusern, historischen gebäuden und dem schlossruinenkeller des kaspar jodok von stockalper zeigt sich das walliser dorf turtmann von einer unbekannten seite. durch objekte, audio- und videoinstallationen wird den alten räumen neues leben eingehaucht. mit einem schlüsselbund ausgestattet macht sich der besucher auf den weg, um sich die installationen auf einem rundgang durch den alten dorfkern zu erschliessen.
ein projekt von t_raumfahrt, zürich,
im rahmen der 800-jahr-feier von turtmann
ausgezeichnet mit dem 1. preis für das höchste innovationspotential am zweiten treffen der freilichttheater in uznach/sg 2010, im rahmen von «echo der zeit - volkskultur für morgen» von pro helvetia.

die ausstellung stellt für einmal nicht tiere und pflanzen in den mittelpunkt, sondern den menschen. anhand von verschiedenen inszenierten lebenswelten wird veranschaulicht, wie wir wildnis erleben, abbilden, kultivieren oder verdrängen.
konzept und projektleitung: z-à-dire, bern und naturzentrum sihlwald
besucherzentrum sihlwald, 21. märz bis 4. november 2012

die ausstellung spill the beans durchleuchtet die herrschenden strukturen und politiken des aktuellen kunstbetriebs.
der neon-orange punkt – der dollar der kunstökonomie – hält einzug in den kunstmarkt und erklärt ihn zur para-kapitalistischen spielwiese. das ikon wird überdimensional wichtig, seine neonfarbene präsenz buhlt mit den werken um die aufmerksamkeit des betrachters und wird zur bühne für die meinungsmachende, selbst von undurchsichtigen transaktionen beeinflusste arbeit der kuratorinnen.
kuratiert von andrea roca, zoe meyer und renata burckhardt
szenografie: melanie mock
perla mode, zürich 2010

eine ausstellung zur vergänglichkeit
ein kistchen voll geerbte 3d-glasdias dienten als rohstoff für eine kleine ausstellung. entstanden sind drei bespielte schaufenster: guckkästchen mit surreal-plastischen blicken in die vergangenheit, eine installation mit schmetterlingen und ein 16bild-mini-kino.
atelier einfangstrasse, winterthur 2009

auf einem «audiowalk» schreiten die besucher, mit kopfhörer und cd-spieler ausgerüstet, durch inszenierte räume im grossen fachwerkbau. geführt wird man auf dem rund 20-minütigen rundgang von der stimme des hauses. diese kennt jeden winkel, macht auf vergessene ecken aufmerksam und erzählt aus der vergangenheit und der gegenwart des hauses.
im wechselspiel zwischen inszeniertem raum, historischen artefakten und akustischer erzählstruktur durchlebt der besucher interpretationen der geschichte.
ein projekt von
anita bättig (konzept und projektleitung)
realisiert anlässlich des 15-jahre jubiläums der alten kaserne winterthur 2007

ein multiperspektivischer, interaktiver theater parcours zum thema “zeit”.
nach einer erwartungssteigernden zeit im warteraum bewegt sich der besucher frei durch eine labyrinthische raumabfolge mit verschiedenen szenen: einander gegenübergestellte tagesabläufe dreier leute aus verschiedenen ländern, eine lebende projektion zu vergangenheit, gegenwart und zukunft, der engel der geschichte, der messestand der zeitsparkasse, fürsorgliche krankenschwestern bei der zeitspende, meister horas stübchen sowie ein raum, in dem die zeit stehen geblieben zu sein scheint etc.
eine produktion der theatergruppe menschenschau
(konzept: anaïs hofmann, nina schneider, katharina wiss und melanie mock)
gaswerk winterthur, januar 2007

bühnenbild für ein stück über zwei paare, die verschiedene phasen des zusammen- bzw getrenntseins durchlaufen.
das setting ist reduziert auf ein multifunktionales kubisches objekt mit attributen eines wohnmobils. es vereint küche, fensterchen, grüner rasen sowie rückzugsort in sich. die campingästhetik erzählt von der spürbaren sehnsucht nach einem festen daheim, das jedoch den provisorischen charakter behält und so die fragilität der gezeigten beziehungen widerspiegelt.
eine produktion der theatergruppe menschenschau,
(text/regie: benjamin kobi)
erstaufführung:
bühne s, zürich, jan 2008
(reprise sept 08 in winterthur und st. gallen)

raumgestaltung für das electronic music festival «dialog» in der alten kaserne winterthur zum thema «mensch-maschine». dieser bionische ansatz wurde in der räumlichen gestaltung aufgenommen: datenströme und blutkörperchenschwärme, verbindungskabel und nervenstränge - aus rotem stoff sowie aus aufgehängten bällchen-wolken entstand eine atmosphärisch dichte innenlandschaft.
realisiert in zusammenarbeit mit sarai aron und der alten kaserne winterthur 2006

ein spezielles kino, in dem der film mehrfach in einen schwarzen raum projiziert wird, so dass er von der dunkelheit verschluckt wird.
der besucher ist aufgefordert, den film im dunkeln raum mit mit folie bespannten ringen selber einzufangen. einige von der decke hängende haken geben die möglichkeit, die eigene leinwand zu platzieren.
neben dem gezeigten film tritt das faszinierende phänomen des unsichtbaren lichtstrahls ins zentrum der wahrnehmung und animiert zum spiel mit dem «traumfänger».
gruppenarbeit mit studenten scenographical design
realisiert im rahmen des festivals der künste, zürcher hochschule der künste 2007

vorschlag umgestaltung foyer
dunklere farbtöne, 60er-jahre-tapeten und grosszügige textile leuchtkörper verleihen dem nüchternen entrée mehr theater-glamour.
bisher nicht realisiert.

bühnengestaltung
verschiedengrosse transluzente quader bilden eine in die tiefe gestaffelte leinwand. diese ist leuchtkörper als auch projektionsfläche.
crea-meeting, basel 2009

konzept für installations-projekt im öffentlichen urbanen raum
im zentrum der arbeit steht das wecken der aufmerksamkeit für die unausgeschöpften möglichkeiten der öffentlichen raumnutzung.
in der stadt, in hochgelegenen räumen der urbanen zivilisation, haust eine fiktive menschengruppe - die andern. ausgehend von den qualitäten des platzes und ihren beobachtungen vor ort bauen sie hüttenartige gebilde. als baumaterial dient ihnen das, was sie auf den strassen finden:
fortgeworfene möbel, planenreste, schnüre usw.
entstanden ist ein prototypisches gebilde, welches materialästhetik und atmosphärische ausstrahlung der geplanten baulichen eingriffe im stadtraum zeigt.
praktische diplomarbeit scenographical design (mentorin: barbara liebster)
zürcher hochschule der künste, 2008

für zwei tage wird ein öffentlich zugänglicher pavillon auf dem röntgenplatz in zürich mit halbtransparenten gardinen umhüllt und das innere mit teppichen und kissen ausgelegt. so entsteht auf dem platz ein eigentlich öffentlicher, durch seine geschlossenheit jedoch die qualitäten eines privaten raums erhaltender ort. bei tag nehmen kinder den geschützten raum in beschlag - eine regelfreie zone ohne erwachsene. bei nacht erleuchtet eine wohnzimmerlampe den innenraum, was das geschütztsein des besuchers bei tag in ein ausgestelltsein verkehrt.
realisiert im rahmen des projektes “piazza” an der zürcher hochschule der künste
2006

...da man sich zusammenkummt
historisch-aesthetische untersuchung des komplexes helmhaus/wasserkirche, zürich, zusammengefasst in einem kartenartig gefalteten führer mit planzeichnung, indexierten fotografien, ergänzt mit historischen darstellungen und eigenen skizzen.
entstanden im rahmen des seminars «portrait eines hauses»
(dozentin: elisabeth blum) an der zürcher hochschule der künste
2005

die leiter und ihr ästhetisches erscheinen
untersucht an 4 beispielen aus installationskunst und bühnengestaltung
text entstanden im rahmen der theoretischen diplomarbeit
scenographical design an der zürcher hochschule der künste 2008

konzept für mediale intervention im urbanen raum
über den stadtraum verteilte audiospots vermitteln über soundscapes ein akustisches bild von
interessanten historischen situationen an ausgewählten orten von zürich. das über audiosignal
erzeugte «bild» der ehemaligen, heute unsichtbaren situation überlagert sich in der imagination
des zuhörers mit der real vorgefundenen ansicht
des ortes.
entstanden in zusammenarbeit mit alina clavuot
eingabe anlässlich des von der stadt zürich ausgeschriebenen wettbewerbs zum thema «wir leben zürich», honoriert mit dem 10. rang
2007

kino-werbespot für dimensione kulturbar, winterthur
aus karton in verschiedenen massstäben nachgebaute objekte stehen stellvertretend für die verschiedenen angebote der bar - kaffee, musik, feierabendbier, kunst und konzerte. auf einer drehbaren kreisplatte steckend bewegen sie sich mittels keilriemen um die eigene achse. so entsteht der effekt des im-all-schwebens.
technik: stopmotion
dauer: 12 sekunden
in zusammenarbeit mit roland krauer
2008